Bild mit vier Personen, zwei davon schütteln sich die Hände
Grafik mit einer Gehirnhälfte und einer Glühbirne

#Unternehmensberatung, #gutzuwissen, #Steuerberatung

Höhere Preise, schnellere Abschlüsse

Unternehmensnachfolge durch Verkauf

Bei der Unternehmensnachfolge durch Verkauf spielen steuerliche Aspekte und Bewertungsfragen eine zentrale Rolle. Schließlich soll der über Jahre aufgebaute Unternehmenswert möglichst weitgehend bei den Eigentümern und nicht als „Schnäppchen“ beim Erwerber oder als Steuerzahlung beim Finanzamt realisiert werden. Was ist also zu beachten, um einen guten Kaufpreis und zugleich auch einen schnellen Abschluss zu erzielen? Unser Kollege Robert Binder, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei ttp, weiß, worauf es ankommt – denn er schreibt u. a. als Autor für das Onlineportal „unternehmeredition.de – Know-how für den Mittelstand.“

Grafik mit einer Gehirnhälfte und einer Glühbirne
Robert Binder von ttp
Zwei Menschen am Schreibtisch, darauf liegen aufgeklappte Ordner und ein Taschenrechner
Tisch, auf dem ein Taschenrechner, Papiere und Stifte liegen
#unternehmensberatung #steuerberatung #gutzuwissen
So bereiten Sie sich ideal vor
Verkauf des Unternehmens
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Transparenz und Nachvollziehbarkeit schaffen die Basis

Die Unternehmensabschlüsse bilden i. d. R. den Ausgangspunkt für den Unternehmenswert. Da der Kaufpreis ein Vielfaches des Jahresergebnisses (EBIT) betragen wird, liegt hierin ein bedeutender Hebel. Überprüft werden müssen deshalb Bilanzierungspraktiken, die darauf abzielen, das Ergebnis in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. Unterbewertete Vorräte, aggressive Abschreibungsverläufe oder pauschale Forderungsabschläge bringen keine Pluspunkte bei Kaufpreisverhandlungen, sondern sind eher geeignet, das Vertrauen in das Zahlenwerk zu stören. ttp Experte Robert Binder erläutert dies an einem Beispiel: „Ein um 300.000 EUR zu niedrig angesetzter Jahresgewinn bei einer Kapitalgesellschaft führt zunächst zu knapp 100.000 EUR Steuerersparnis. Bei einem EBIT-Vielfachen von zum Beispiel acht besteht jedoch wiederum das Risiko, dass der Kaufpreis um 2,4 Mio. EUR niedriger ausfällt. Zudem fallen die zunächst gesparten Steuern bei der Hebung der gebildeten stillen Reserven später ohnehin an. Ein schlechter Deal!“ Stattdessen empfiehlt er, auf transparente und nachvollziehbare interne Bewertungsregeln im Einklang mit den handelsrechtlichen Rahmenbedingungen zu setzen.

Prüfen Sie steuerliche Risikobereiche

Aufmerksamkeit bedarf laut Binder auch die steuerliche Lage: „Laufende Betriebsprüfungen und Verfahren mit den Finanzbehörden sollten vor dem Verkaufsprozess abgeschlossen werden – denn die Gefahr ist groß, dass der Käufer maximale Risiken in den Raum stellt, um den Kaufpreis zu drücken.“ Bei kleineren Unternehmen sind des Weiteren Beziehungen zu Familienangehörigen (Arbeitsverträge, Mietverträge, Firmen-Pkws) und die Ausgestaltung von Verträgen mit Gesellschaftern (variable Vergütungsbestandteile, Altersversorgung) die Klassiker in Bezug auf steuerliche Risiken. In größeren Unternehmen wird hingegen eher über Themenbereiche wie Transferpreise mit Tochtergesellschaften, Transaktionen mit nahestehenden Personen oder Zahlungen für die Nutzung von zuvor ins Ausland verlagertem geistigem Eigentum zu sprechen sein.

Unternehmensinhaber sollten daher auf einen Due-Diligence-Prozess vorbereitet sein. Selbst wenn die Verkaufsabsicht intern möglichst lange geheim gehalten werden soll, ist es notwendig, im Vorfeld Strukturen und Abläufe zu schaffen, die es ermöglichen, Informationen vorab in einen Datenraum einzustellen und Rückfragen des Käufers schnell zu beantworten. „Damit“, so Robert Binder, „sinkt das gefühlte Risiko potenzieller Käufer, was in einer vom Berater initiierten Wettbewerbssituation zu höheren Preisen und einem schnelleren Vertragsabschluss führt.“

30. März 2022
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Robert Binder
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